Ein Sommernachtstraum

von William Shakespeare

Ein Sommernachtstraum

Eine Sommernacht lang werden Träume zur Wirklichkeit!

| KLASSIKER- UND SOMMERTHEATER 1999 |

Inszenierung Ramin Yegani-Fard
Ausstattung Rafaela Wenzel
Spiel Claudia Brunner, Rainer Plattner, Thomas Schächl, Mathias Schuh, Hildegard Starlinger, Markus Steinwender, Kim Walterskirchen

Premiere 29. Juli 1999 Mildenburg, Miltenberg, Deutschland
Vorstellungen 15x im Juli/August 1999 in Österreich und Deutschland

Technik Erich Posch, Martin Arnsteiner
Produktionsleitung Markus Steinwender
Sponsorenbetreuung Gerhard Greiner
Grafik Markus Steinwender
Presse|ÖA Sabine Reiter-Haydl
Produktion die theaterachse

Mit Unterstützung von Salzburger Arbeiterkammer, Land Salzburg Kultur, Stadt Salzburg Kultur, Raiffeisen Club Salzburg

| PRESSEMEINUNG |

“Wandlungsfähigkeit zeichnet das kleine Ensemble der theaterachse aus: 18 Rollen glaubhaft mit sieben Akteuren auszufüllen, das gelingt nur wenigen Tourneetheatern.”
Das Plakat von Markus SteinwenderBote vom Unter-Main, 31. Juli 1999

| PLAKAT |

Das Plakat zum Stück.

| STÜCK |

Shakespeare schrieb mit seinem “Sommernachtstraum” eine traumspielhafte Komödie voll Witz, Poesie, Illusionen und Verwirrungen. Er läßt das Unbewußte ins Bewußte kommen und zeigt die unheimlichen Kräfte der Natur und Seele, die dabei freigesetzt werden. Eine Sommernacht lang werden Träume Wirklichkeit.

Die Menschen offenbaren den dämonischen Urgrund ihrer Seele, das wilde Reich der Phantasie. Der Wald, die Natur machen die Phantasie und die Liebe in ihrer elementaren Sinnlichkeit sichtbar. Puck, halb Elf, halb Teufel, der die Menschen von ihrem vorgezeichneten Weg fortlockt, treibt mit ihnen sein Spiel. Davon bleibt nicht einmal die Elfenkönigin Titania verschont, die mit Zettel für eine Nacht die dunkle Zone der animalischen Sexualität durchquert. Am Morgen erwachen alle in dem Bewußtsein, etwas Seltsames geträumt zu haben. Träume, die nicht zu fassen sind, Bilder, die weiter durch die Erinnerung geistern. Der Traum wird zu einem utopischen Akt, in dem die Widersprüche des Lebens, die Entfremdung von Mensch und Welt aufgehoben sind – durch Spiel.

| PRESSEKRITIK |

theaterachse auf Salzburgs Burgen
Junges Ensemble spielt Shakespeares “Sommernachtstraum”

WERFEN (SN). Der bunt zusammengewürfelten Schauspielergruppe “theaterachse” eilt ein guter Ruf voraus. Mit origineller Stückwahl (Don Quichote, Der Glöckner von Notre Dame und Cyrano de Bergerac) und Burgen und Schlössern als Spielorten bietet sie Einheimischen und Touristen Anreiz zu einem außergewöhnlichen Theaterbesuch. Aufführungsorte in Salzburg sind die Festung Hohensalzburg, Burg Hohenwerfen und Burg Mauterndorf.

Für dieses Jahr hat die “theaterachse” Shakespeares “Sommernachtstraum” einstudiert. Auf kleiner Bretterbühne, ähnlich einem Thespiskarren, wird der gleichermaßen berührende wie witzigskurrile Klassiker gespielt. Ein weißer Vorhang mit Schriftzug “Wald” und ein kleine Spielfläche davor sind die ganze Bühne. Sparsamst eingesetztes Requisit verlangt von den Akteuren
viel Einsatz und Mimik und von der Regie viele Ideen. Ramin Yegani-Fard, Regie-Absolvent des Reinhardt-Seminars, hat sie. Das junge Ensemble - allesamt professionelle Schauspieler - setzte die Ideen beherzt um. Gespielt wird vor und hinter dem Vorhang, und das Unsichtbare lebt wie das Geschehen auf der imaginären Lichtung.

Das heitere Spiel ließ vorige Woche auf Burg Hohenwerfen die Kühle des stimmungsvollen Abends vergessen. Wer Sorge wegen sprachlicher Überforderung hatte, konnte sie bald vergessen, die dargebotene Bearbeitung und auch die sprachliche Qualität der Schauspieler stellten alle Zweifel beiseite. Als glücklicher Regiegriff erwies sich die Besetzung der Helena mit Thomas Schächl, der Lauf mit Demetrius (Mathias Schuh) zählte zu den Köstlichkeiten des Abends. Ins Klamaukhafte drohte mitunter der “Puck” (Kim Walterskirchen) abzudriften. Die Suche nach dem Versteck der gepflückten Wunderblume an seinem Körper ist geschmackloses Tingeltangel. Rainer Plattner spielte einen streitbaren Oberon, Claudia Brunner die untreue Titania, die sich durch den Zaubertrank des Gatten in den Esel Puck verliebt. Verblendet ist auch Lysander (Markus Steinwender), eine liebenswerte Hermia Hildegard Starlinger.

Spielfreude und Witz erwies das Ensemble auch beim Parallelspiel als Pyramus, Squenz, Thisbe, Löwe, Wand und Mondschein. Das Publikum dankte für eine gekonnte, überaus witzige Darbietung.

Bernhard Strobl, Salzburger Nachrichten, August 1999

Ein Sommernachtstraum
Ein Sommernachtstraum