Hänsel & Gretel

Ein Theater nach Grimm mit zwei Schauspielern und einem Hexenhaus für alle ab 3 Jahren

Hänsel und Gretel

Die Eltern sind arbeitslos, die Miete muss bezahlt werden. Die Kinder machen sich heimlich auf die Suche nach dem großen Schatz, von dem ihnen ihr Vater bei der abendlichen Gute-Nacht Geschichte erzählt.

| KINDER- UND JUGENDTHEATER 2001 |

Stück und Spiel Claudia Schächl und Mathias Schuh
Ausstattung Rafaela Wenzel
Video Markus Steinwender

Premiere Februar 2001 Schwarzach/Salzburg, Österreich

Produktion Theater Ferner&Schuh und die theaterachse

| PRESSEKRITIK |

“Hexe aus dem Fernseh-Häuschen”
“Hänsel und Gretel”, neu inszeniert

SCHWARZACH. Noch immer gilt das Märchen der Gebrüder Grimm “Hänsel und Gretel” bei Kindern als beliebter Klassiker: die Geschichte ist einfach spannend, bis zuletzt.

Die beiden Schauspieler Claudia Brunner und Matthias Schuh, der in Schwarzach die “Freie Theatergruppe” leitet, haben das Märchen nun neu inszeniert und vorige Woche im Festsaal in Schwarzach uraufgeführt.
Die abenteuerliche Geschichte der beiden Geschwister Hänsel und Gretel, die mit nur knapper Not einer hungrigen Hexe entkommen, wurde aktualisiert und mit Liedern aufgelockert. Die Eltern der Geschwister sind etwa arbeitslos, der Gerichtsvollzieher steht vor der Tür. Die Hexe spricht mit grusliger Stimme aus dem Fernseher, unterbrochen von Pokemon-Szenen.

Das Konzept der Neuinszenierung klingt für erwachsene Ohren sehr einleuchtend. Die Themen soziale Not, Medienwahn und Rückbesinnung zur Einfachheit werden in das Stück zeitgemäß gepackt. Den Kindern hatte es recht gut gefallen. Besonders begeistert schienen sie von Schuhs ulkigen Showeinlagen und von seinen frischfröhlichen Liedern, die er im Duett mit Brunner immer wieder einsträute.

© Pongauer Nachrichten, 1. März 2001

| STÜCK |

Die Kinder alleine im Wald, überall Geräusche und unheimliche Gesichter. Aus Angst nach Hause, dort wartet der Gerichtsvollzieher; wieder in den Wald, sich erschrecken, sich verlaufen, sich wieder finden, zusammenhalten, zusammen durchhalten, dann die Schilder mit Werbung überall, ein Wald von Schildern, alle weisen zum Hexenhaus, erst sieht es wie das Haus aus dem Märchen aus, doch je mehr man davon isst, desto mehr wird es zum Medienturm, ein Fernseher aus dem die Hexe spricht, sie bannt Hänsel vor den Bildschirm, er kann nur mehr “Kekse knabbernd in die Röhre klotzen” und wird immer dicker. Gretel versucht ihn zu befreien, doch auch sie steht unter dem Einfluss der Hexe, schließlich gelingt es ihr durch eine List, den Stecker heraus zu ziehen….