Eine Komödie rund um Artus’ Tafelrunde
Am Hofe König Artus’ geht alles drunter und drüber: Die Ritter der Tafelrunde sind nicht mehr auffindbar, Artus’ Frau Ginevra betrügt ihn mit Lancelot, Merlin versucht mit allen Zaubermitteln die Macht an sich zu reißen und nicht einmal der Tisch für die Tafelrunde ist ganz fertig. Da kündigt sich der lange ersehnte Große Ritter an, der die Tafelrunde komplett und endlich zur mächtigen Institution machen soll. Doch Merlin setzt alles daran dies zu verhindern und bald weiß vor lauter Zauberei niemand mehr so genau wer eigentlich wer ist! Wie und ob sich alles auflöst, das sollten Sie an einem Abend voller Witz und skurriler Ideen und Figuren sehen, und nebenbei werden Sie so manches über das Leben der Ritter erfahren, was Sie schon immer wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten!
| KLASSIKER- UND SOMMERTHEATER 2002 |
Inszenierung Thomas Schächl
Stück Thomas Schächl und das Ensemble
Ausstattung Rafaela Wenzel
Spiel Anne Christin Rommel, Antje Schäffer; Christian Geroldinger, Daniel Rüb, Mathias Schuh
Premiere 15. Juli 2002 Burg Kaprun, Österreich
Vorstellungen 19x im Juli/August 2002 in Österreich und Deutschland
Technik Rudi Fedrizzi
Grafik Michael Ferner
Produktionsleitung Markus Steinwender
ÖA+PR Brigitte Schuh
Fotos Andreas Hechenberger
Produktion die theaterachse
Mit Unterstützung von Land Salzburg Kultur, Stadt Salzburg Kultur, DARK DOG, CMC Computer Salzburg, COPA DATA, Salzburger Arbeiterkammer, Fleurop, Fürst Transporte, Fa.Perspektive, Fa.Erdbau, Fa. Hangöbl
| PRESSEMEINUNG |
“Theater vom Feinsten!”
Pongauer Bezirkszeitung, August 2003
“Es gelang dem Ensemble auch ganz ohne eigens konstruierte Kulisse und aufwendige Effekte, den Zuschauer mitzureißen in den Strudel aus Geld, Liebe und Eifersucht.”
Oberhessische Zeitung, August 2003
| PLAKAT |
Der bekannte Salzburger Künstler Michael Ferner konnte für die Gestaltung des Plakats gewonnen werden.
In dem für ihn typischen Stil hat er ein wunderbares Spiegelbild des Stücks gefunden und in kräftigen Farben aufs Papier gebracht.
| STÜCK |
Dieses Stück erzählt vom Kampf der Menschen Macht zu erlangen und zu erhalten. Von der Macht, die nur mehr dazu benutzt wird die eigene Macht zu vergrößern. Das Spiel findet an der Tafelrunde statt, dem Ort wo sich die Macht der größten Ritter bündelt.
Hier ist aber nur mehr jeder mit sich selber und seiner Macht beschäftigt. Alles liegt im Zerfall. Falsche Mächte haben von den Menschen Besitz ergriffen. Alle hoffen nur mehr auf Hilfe von außen. Der „Gralsritter“ soll kommen. Keiner ist im Stand selbst zu handeln. So geschieht es auch, dass niemand mehr bei sich ist, seine eigene Identität lebt. Jeder ist verstrickt in seinen Illusionen und Wünsche. Die Figuren halten an Dingen fest, die so nicht mehr funktionieren. Artus lebt in der Illusion, Herr der berühmten Tafelrunde zu sein, doch haben ihn über die Jahre alle Ritter verlassen. Nur Lanzelot ist noch in Camelot. Er vertraut einem falschen Ratgeber und steht unter dem Einfluss des falschen Gawans. Merlin versucht mit allen Mitteln seine Macht festzuhalten. Ihm sind aber die Fäden schon entglitten. Ginevra, die Herrscherin neben Artus, glaubt immer noch an ihre Unschuld und an die Liebe zu Lanzelot. Lanzelot der heldenhafte Ritter hängt bei Ginevra und Artus fest.. Diese Suche und dieses Nachlaufen und Festhalten an Macht wird im Stück ad absurdum geführt.
In der Inszenierung werden 5 Schauspieler den jeweiligen Protagonisten und sein Anti-Bild spielen. Macht und Gegenmacht werden versuchen den Sieg davonzutragen und dabei über eben dieses Machtstreben stürzen. Denn jede Intrige, jedes Netz das gesponnen wird, birgt die Gefahr sich selbst darin zu verfangen. In Zeiten, in denen die Macht u.a. von Selbst-Darstellern und Herrschern über Medienkonzernen ausgeübt wird, zeigt dieses moderne Stück an alten Strukturen wie wenig sich geändert hat: Macht, mit all ihren verbundenen Insignien wie zum Bespiel Geld, bleibt das Ziel des Strebens, und der Verlust der Macht bleibt die Albtraum-Vorstellung des Mächtigen.


