Ein kulinarisch-kannibalisches Theaterfest
Von John F. Kutil zubereitet servieren ihnen Brigitta Waschnig, Mathias Schuh und Thomas Schächl einen Theaterabend, der sich um Essen, Verzehren und um andere menschliche Lüste und kannibalische Gelüste dreht. Die Zutaten sind: eine Frau, zwei Männer, eine Gitarre, ein Akkordeon und würzige Texte aus „med ana schwoazzn dintn“, „allerleirausch“, „how much schatzi?“, „ Erlaubent, schas, sehr heiß bitte!“.
H.C.Artmannfasten ist auch eine hommage an den, im Dezember 2000 verstorbenen Literaten und Sprachkünstler H.C. Artmann. Er vermochte unverwechselbar virtuos mit Worten und Sprachen, Charakteren und Bildern zu jonglieren. Seine Sprache ist körperlich, musikalisch und lustbetont -So auch das Spiel- ein Leckerbissen für alle literarisch Ausgehungerte.
| LITERATUR- UND VOLKSTHEATER 2003/4 |
Regie John F. Kutil
Spiel Brigitta Waschnig, Thomas Schächl und Mathias Schuh
Premiere 28. März 2003 Salzburger Literaturhaus
Vorstellungen 20x in Linz, Wien und Salzburg, u.a.
Produktionsleitung Schächl/Schuh/Steinwender
Öffentlichkeitsarbeit Brigitte Schuh
Plakat/Postkarte buchegger-denoth-feichtner
Fotos A. Hechenberger
Foto H.C.Artmann Sepp Deissinger
Finanzberatung Kanzlei Dr. Rumerstorfer
| PRESSEMEINUNG |
“Die tolle schauspielerische Leistung von Brigitta Waschnig, Mathias Schuh und Thomas Schächl, unter der Regie von John F. Kutil, riss das Publikum zu Applausstürmen hin.”
Oberkärntner Nachrichten 4. April 2003
Gmünd bejubelte die Vorpremiere von „artmannfasten“: Frisösenbrüstchen auf Blattsalat
„Wer unter den menschenfressern erzogen, dem schmeckt keine zuspeis’, es sei denn, sie hat hand und fuß“: Das Ensemble „theaterachse“ machte aus dieser und weiteren kulinarischen Bemerkungen von „H. C.“ ein neues Tourneestück für den Artmann-Schwerpunkt des Literaturhauses Salzburg. Bejubelte und ausverkaufte Vorpremiere war am Freitag im Stadtsaal von Gmünd. Bei „artmannfasten“, so der Titel der Produktion, kann so manchem vielleicht der Appetit aufs Essen, nicht aber auf die genialen Text- und Wortgeburten des unvergessenen Autors vergehen. Unter Regie des u.a. auch Porcia-erfahrenen John F. Kutil servierten die flotte Kärntnerin Brigitta Waschnig und das köstliche Duo Thomas Schächl und Mathias Schuh mit „schwoazzer dintn“, dem „Erbteil von Vater und Mutter“ und weiteren deftigen (auch eigenen) Zutaten ein musikalisch-kannibalisches Menü: vom gebratenen Installateur über Frisösenbrüstchen auf Blattsalat bis zum legendären heißen „Schas“.
Andrea Hein, Kronenzeitung, am 17. März 2003
“…von der kongenielen Truppe Brigitta Waschnig, Mathias Schuh und Thomas Schächl unter der Regie von John F. Kutil serviert…”
Kleine Zeitung
| INHALT |
herr lackl, herr fasching und die wie immer unschuldige klingelfee treffen sich nicht nur zufällig in der heimat. dort sind sie sich einig. In der küche schon weniger. einkochen und anbraten. ein leuchtturm, ein polares gestirn oder doch die kerze im zimmer machen den einen wütend, die andere getragen und den dritten rundum glücklich. das glück ist ein vogerl und währt auch in diesem stück nicht lange. es kommt was kommen muss: der von allen erwartete. eine frau stirbt. Es ist die achte. amseln und zwei männer schreien bis alles steht und drosseln verbluten. ein bis zu diesem zeitpunkt unbekannter tom erscheint und kommt, eine bodenlose frechheit, zwischen die fronten. das gänzlich unerwartete tritt ein. drei sterben. diesmal aber enten. nun läßt sich die katastrophe nicht mehr aufhalten. die alte hexe kann nix mehr kochen und verschlingt eine mumie, den hänsel, die nudeldicke dirn, batman und auch robin. ein zwergerl im federpinal, dracula auf dem Zimmer und frankenstein treiben die handlung immer mehr dem unvermeidlichen ende auf der kellerstiege zu. Und wieder muss ein unschuldiges wesen den kopf verlieren neben anderen kleinigkeiten.
| PLAKAT |
Erfolg für Plakat „H.C.Artmannfasten“: Das Plakat, von der Linzer Werbeagentur Buchegger-Denoth-Feichtner, hat nicht nur beim Publikum Aufsehen erregt, sondern ist 2003 beim internationalen Werbefestival in Cannes in der Kategorie press/outdoor nominiert und auf die shortlist gekommen.
| INSZENIERUNG |
Keine Bühne, kein Bühnenbild. Das Spiel ist Begegnungsraum zwischen Artmann und Text, Text und Schauspieler, Schauspieler und Publikum, Publikum und Artmann. Unsere Aufführungsorte sind Cafes, Gasthäuser, Wartezimmer und Küchen. Artmanns Sprache ist körperlich, musikalisch und lustbetont. - So auch das Spiel.


