von Paul und Nele Maar. Österreichische Erstaufführung

Scheidung. Jede dritte Ehe ist davon betroffen. Aber es muss keine endlose Tragödie daraus folgen, wenn alle im Umfeld, die Eltern, die Erzieher, den Kindern die Ängste tragen helfen. Das Stück zeigt exemplarisch und mit viel Einfühlungsvermögen, was in Kindern vorgeht, wenn sich die Eltern trennen. Es erzählt dabei aus der Sicht einer jungen Frau, die die Scheidung ihrer Eltern bewältigt hat.
| KINDER- UND JUGENDTHEATER 2004/5/6 |
Inszenierung und Bühne Markus Steinwender
Kostüme Claudia Schächl
Spiel Claudia Schächl (Lisa), Brigitta Waschnig (Mutter) und Mathias Schuh (Vater)
Wiederaufnahme Januar 2006
Premiere 6. Oktober 2004
Vorstellungen ganzjährig 2006 in Österreich und Deutschland
Aufführungsdauer 50 Minuten
Aufführungsrechte Verlag für Kindertheater
Produktion die theaterachse
Mit Unterstützung von Land Salzburg und Stadt Salzburg
| PRESSEMEINUNG |
“Mit Dodo und Bobo als Projektionsfläche für Hilflosigkeit, Angst und Zorn bekommt das Stücke Witz und Poesie, ohne dass die für ein Kind existenzbedrohende Situation verniedlicht oder verharmlost würde. In der lebhaften, lustvoll minimalistischen Inszenierung von Markus Steinwender spielen Claudia Schächl, Brigitta Waschnig und Mathias Schuh.”
drehpunktkultur Salzburg, 15. März 2005
| INHALT |
Lisa ist eine junge Frau, die als Kind eine schwierige Zeit durchmachen musste. Denn Lisas Eltern ließen sich scheiden. Lisa und ihre geliebten Plüschbären Bobo und Dodo mussten gemeinsam eine Menge Probleme meistern.
Viele Fragen beschäftigten das kleine Mädchen: Warum streiten Mama und Papa so oft und über so blöde Kleinigkeiten? Bin ich etwa schuld, dass sich die Eltern nicht mehr lieb haben? Wo gehöre ich nun hin; wo ist mein Zuhause? Bei Papa, der jetzt in einer kleinen Wohnung in der Heinrichstraße wohnt, oder doch in der gewohnten Umgebung, bei Mama?
Manchmal ertappt sich Lisa sogar dabei, wie sie sich wünscht, krank zu werden oder einen Unfall zu haben. Denn dann, ja dann würde vielleicht alles wieder gut. Die Eltern würden Angst haben um die gemeinsame Tochter und im gemeinsamen Kummer vielleicht auch wieder zueinander finden. Die wildesten Geschichten malt sich Lisa in ihrer Fantasie aus und spielt sie mit ihren beiden Plüschbären nach. Bobo spielt den Papa und Dodo spielt die Mama. Auch wenn Lisa besonders drastische Szenen aus dem Trennungsprozess wiedergibt, agieren Dodo und Bobo.
Es könnte alles so anders sein. Was wäre, wenn sich die Eltern nie kennen gelernt hätten, Lisa nie zur Welt gekommen wäre? Lisa könnte uns heute nicht ihre Geschichte erzählen! Denn nur so können wir erfahren, wie es weitergegangen ist: Die Eltern trennten sich also.
Völlig unpathetisch und realitätsnah erzählt Lisa wie sie das Scheitern der Ehe ihrer Eltern miterlebt hat. Sie lässt die Stationen dieses Scheiterns wieder auferstehen, manchmal beinahe poetisch und doch immer klar und mit allem Schmerz, aller Wut, aller Auflehnung gegen die Eltern. Und kommt zum Schluss, dass es gut war, dass ihre Eltern sich trafen und sich liebten, auch wenn diese Liebe nicht hielt. Denn ohne diese Liebe würde es auch sie nicht geben.
| PRESSEFOTOS |
Die aktuellen Pressefotos zur Produktion finden sie hier.
| VIDEO |
Video-Trailer der Premiere, produziert von blendwerk.fm.
| VERANSTALTERINFOS |
Im Kooperation mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg (kija) produzierte die theaterachse das Stück “Papa wohnt jetzt in der Heinrichstraße”. Die Produktion entstand im Rahmen des Jahresschwerpunktes 2004 „Trennung und Scheidung“ der kija. Das unterhaltsame, zuweilen recht witzige Theaterstück wird seit Oktober 2004 in Schulen in ganz Österreich und auch schon in Deutschland gezeigt.
Das Stück zeigt exemplarisch und mit viel Einfühlungsvermögen, was in Kindern vorgeht, wenn sich die Eltern trennen. Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren werden durch ein Theaterstück angeregt sich mit der Thematik Trennung und Scheidung auseinanderzusetzen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Förderung der Ich-Stärkung/Selbstakzeptanz sowie auf der Enttabuisierung des Themas Trennung und Scheidung.
Die pädagogische Nachbereitung nach den Aufführungen übernimmt die Kinder- und Jugendanwaltschaft.
Räumliche Voraussetzungen Verdunkelbarer Raum wäre gut, Normalstrom 220V, Bühne mit 6x4m (BxT) wäre ideal, ist aber nicht Voraussetzung
SchülerInnenanzahl pro Aufführung 90 – 120
Info|Buchungen die theaterachse | Mathias Schuh | +43 (0)676 7449686

