Eine schwarze Komödie im grünen Rock.
Von Susanne Hinkelbein. Österreichische Erstaufführung
“Solange da draussen noch irgendetwas lebt, solange da noch irgendwas lebt, ausser dir, solange bist du nicht nur Jäger sondern auch Gejagter!”
| LITERATUR- UND VOLKSTHEATER 2006/7 |
Inszenierung Markus Steinwender
Kostüme Anne Buffetrille
Musik Susanne Hinkelbein
Spiel Christian Scharrer, Thomas Schächl
Premiere Linz 17. Mai 2006 | Zentrum f. Kultur & Regionalentw. Bruckmühle
Premiere Salzburg 19. August 2006 | Salzburger Sommertheater
Technik Rudi Fedrizzi | Erich Posch
Koproduktion die theaterachse | Regionalbühne Bruckmühle
Mit Unterstützung von Land Oberösterreich, Stadt Linz, Land Salzburg Kultur, Stadt Salzburg Kultur, Stiegl’s Brauwelt
| INHALT |
Ein friedlicher Herbstnachmittag im Wald. Die Vögel zwitschern, der Wind weht sanft, Rehe äsen auf der Lichtung, eine kleine Hochzeitsgesellschaft spaziert einher. Wildschweine warten im Wald auf die Abenddämmerung. Zwei einsame Seelen begegnen sich, Veit und Rosi. Eine liebliche Landschaft mit Feld, Wald und Wiesen an einem Tag wie geschaffen für das Wagnis neuer Liebe.
Doch auf einem Hochstand am Waldrand sitzen zwei Jäger auf der Pirsch. Für sie hat die Landschaft ein anderes Gesicht. Und was soll man schon tun, wenn den ganzen langen Tag kein Schwein zum Abschuss vorbeikommt? Da nehmen ihre schwarzen Fantasien im Licht der untergehenden Sonne schließlich Gestalt an…
| PRESSEFOTOS |
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| PRESSESTIMMEN |
“Der junge Salzburger Regisseur Markus Steinwender hat die Farce (..) kurzweilig, aber ohne dass der Tiefgang verloren ginge, in Szene gesetzt. Christian Scharrer und Thomas Schächl unterstützen ihn dabei im Bühnenbild von Anne Buffetrille gekonnt und nach Kräften.”
Linzer Volksblatt, 19. Mai 2006
“Das Stück lebt von der Darstellkunst der beiden, die da oben am Hochstand sitzen. Diesfalls die “theaterachse”-Mitglieder Thomas Schächl und Christian Scharrer, die über eine gehörige Dosis Komiktalent verfügen. Scharrer erweist sich außerdem als perfekter Volksschauspieler, dem das Sabbernde und Geifernde ebenso liegt wie vordergründige Harmlosigkeit und tiefgründige Bösartigkeit.”
Oberösterreichische Nachrichten, 19. Mai 2006
| ÜBER DAS STÜCK |
Am Beginn und am Ende des Stücks von Susanne Hinkelbeins WAIDMANNSHEIL! kracht jeweils ein Schuss. Wer davon und von den 15 Schüssen dazwischen auf der Strecke bleibt, darüber ließe sich trefflich spekulieren.
Sicher indes ist: die romantische Idylle vom edlen Waidwerk im tiefen Tann ist dahin. In der nur ihr eigenen Mischung aus Komik à la Valentin und Tragik à la Kafka führt uns die Autorin durchs Gesträuch und Dickicht der Wälder nicht nur ins Unterholz, sondern auch ins Unterbewußtsein der Jägerseele, der Menschenseele. Der Anstand, mit die beiden Protagonisten Gustav & Rudolf auf demselben sitzen, blättert ebenso rasch ab wie das die Bäume ringsum tun. Die beiden reden über Gott, die Welt und ihre Gegenteile, kommen vom Hundertsten zum Tausendsten, kreisen dabei aber dabei doch nur um ihr eigentliches Credo: „Solang da draußn no irgend was lebt, außer dir, solang do no irgend was lebt, bist imma auch ein Gejagter.“
Die Welt außerhalb des Hochsitzes ist voller Neid, Missgunst, Verrat und Gemeinheit. Naturgemäß wird dann auch ständig gelauert und gesichert nach allen Seiten. Und so entsteht mit herz- und steinerweichendem Volksgesang durchsetzt und aus’m mitgeführten Radio von `Dideldumm`, `Rumstata`, und `Dudelröh` begleitet, ein grauenhaft gemütlicher Kosmos, aus dessen finsteren Abgründen überaus erhellende Erkenntnisse sich ergeben, je länger Gustav & Rudolf sich waidwund reden.
| GASTSPIELE |
Das Stück ist mobil und ab August 2006 für Gastspiele buchbar.
| PLAKAT |
Das Plakat zu Waidmannsheil.
| MUSIK |
Susanne Hinkelbein hat den Sound zu “Waidmannsheil!” entwickelt. Das Stück ist dicht mit atmosphärischem Stimmungen unterlegt. Sie hören hier eine Waldatmo.
