| KLASSIKER- UND SOMMERTHEATER 2010 |
Eine poetisch-tragische Komödie
Regie Mathias Schuh
Stück Tom Stoppard
Spiel Alice Mortsch, Christine Winter,
Thomas Beck, Konrad Haller, Mathias Schuh
Verlag Jussenhoven & Fischer
Produktion die theaterachse
Premiere 13. Juli 2010
Weitere Aufführungen siehe Termine
AB SOFORT BUCHBAR FÜR SOMMER 2010
Über das Stück
Blut, Liebe, Tempo und Rhetorik zeichnen diese Komödie in einer Komödie in einer Tragödie aus. Tom Stoppards “Rosenkranz und Güldenstern“ handelt von den Jugendfreunden Hamlets, Rosenkranz und Güldenstern. Die beiden Figuren, die im Original eher unwichtig sind, spielen hier die Hauptrolle. Sie wissen von der Welt genau das, was auch ihre Figuren am Anfang des Dramas wissen, aber sie versuchen sich die Welt aus diesem Wissen zu erklären. Und so sieht man sie, so sehr sie auch versuchen, das zu verhindern, unbeholfen durch die Geschichte rund um Hamlet schlittern. Ihre philosophische Rhetorik tänzelt leichtfüßig um Leben und Tod und um die Frage, ob wir alle nur Marionetten sind. Wer sind wir? Wo gehen wir hin? Wer lenkt uns? Was wird aus uns werden?
Selten gehen Tiefsinniges und Komödiantisches eine so innige Freundschaft ein.
„Die haben was gegen uns. Schon von Anfang an. Wer hätte gedacht, dass wir so wichtig sind?“
Rosenkranz und Güldenstern sind gefangen im berühmtesten Stoff der Weltliteratur: Hamlet. Doch in Shakespeares genialem Schlachthaus in Helsingör wartet am Ende nur der Tod. Alle wissen das, alle außer ihnen. Tom Stoppards brillante Komödie über “Blut, Liebe und Rhetorik“ ein spannendes Suchspiel nach Schein und Sein, Schicksal und freiem Willen.
Stückinhalt
Das Stück beginnt in einem tristen Wald, durch den die beiden Hauptdarsteller reisen. Aus Langweile beginnt einer der beiden Münzen zu werfen, wobei das Ergebnis des Glücksspiels jedoch immer das gleiche ist: Kopf. Während Rosenkranz sich über seine Siegesserie und seinen neuen Rekord freut, versucht Güldenstern das Wunder zu hinterfragen und philosophiert über die Gesetze der Wahrscheinlichkeit. Die Geschichte geht skurril weiter, denn weder Rosenkranz noch Güldenstern können sich daran erinnern, warum sie eigentlich auf der Reise sind. Langsam kommt ihnen jedoch in den Sinn, dass sie vom König an den Hof Dänemarks gerufen wurden. Sie reisen weiter und treffen auf ein Wandertheater, das den beiden seine dubiosen Dienste anbietet. Rosenkranz und Güldenstern sind jedoch angewidert und verlassen die Schauspielgruppe.
Am Hof angekommen, erhalten die beiden sofort ihren Auftrag vom König, wobei ihnen die Möglichkeit gegeben ist, die Aufgabe an- oder abzulehnen. Der Auftrag lautet, wie im Original, den deprimierten Hamlet aufzuheitern und gleichzeitig den Grund für seine Betrübtheit zu finden. Rosenkranz und Güldenstern willigen ein, bereuen ihre Entscheidung jedoch kurz darauf…..
Hamlet schafft es, die beiden auszutricksen und zu verwirren…Auf ein kurzes skurriles Gespräch zwischen Rosenkranz und Güldenstern über die Unangenehmlichkeiten eines Sarges, folgt eine Theaterszene, in der der Mord am König durch seinen Bruder dargestellt wird. Die Darstellung wird durch einen stürmischen Streit zwischen Ophelia und Hamlet gestört. Nachdem Hamlet die Bühne verlassen hat, tritt der König auf und entscheidet, dass Hamlet nach England müsse…
Nachdem Rosenkranz und Güldenstern den Auftrag erhalten, Hamlet nach England zu bringen, erleben sie die Ermordung Polonius mit. Da Rosenkranz stark beunruhigt ist, beginnen die beiden ein Rollenspiel, in dem Rosenkranz den König von England und Güldenstern sich selbst spielt. Während ihres Spieles öffnet Rosenkranz den versiegelten Brief und liest ihn vor. So erfahren die beiden, dass sie Hamlet nach England bringen sollen, damit er dort getötet wird. Rosenkranz findet, man müsse Hamlet warnen, da sie alte Freunde von ihm seien. Güldenstern meint jedoch, dass sie die natürlichen Abläufe nicht stören sollen und dass der Tod ohnehin unaufhaltbar und vielleicht gar nicht so schlecht sei.
Während Rosenkranz und Güldenstern schlafen, tauscht Hamlet den Brief des Königs gegen eine Fälschung aus….