• Roberto ZuccoDrama von Bernard-Marie Koltès REGIE Mathias Schuh SPIEL Lydia Nassal, Karoline Schragen, Raphael Steiner, Daniel Pink, u.a. AUSSTATTUNG Rafaela Wenzel RECHTE Verlag der Autoren Der mehrfache Mörder Roberto Zucco kommt ins Zuchthaus weil er seinen Vater aus dem Fenster geworfen hat. Er flieht und  besucht seine Mutter. Nachdem er sie küsst und streichelt, erdrückt er sie. Kurz darauf vergeht er sich an einem jungen Mädchen, ersticht einen Polizeiinspektor und erschießt zuletzt einen Jungen. Doch Zucco mordet nicht aus Leidenschaft: "Ich habe keine Feinde, und ich greife nicht an. Ich zerquetsche die anderen Tiere nicht aus Bosheit, sondern weil ich sie nicht gesehen habe und weil ich auf sie getreten bin." Ohne Motiv fehlt ihm auch jedes Bewusstsein, etwas Unrechtes zu tun. "Ich bin ein normaler, vernünftiger Junge, Madame. Ich bin nie auffällig geworden. (...) Ich bin kein Held. Helden sind Verbrecher." Dieses düstere Psychogramm eines Mörders von Marie-Bernard Koltès fasziniert durch seine schonungslose Betrachtung und brillante Sprache. Nach DRAUSSEN VOR DER TÜR von Wolfgang Borchert eine wunderbare Herausforderung für die theaterachse.
  • Don GilKomödie von Mathias Schuh frei nach Tirso de Molina REGIE / BÜHNE Mathias Schuh SPIEL Lydia Nassal, Karoline Schragen, Raphael Steiner, Daniel Pink, u.a. AUSSTATTUNG Rafaela Wenzel MUSIK Sophia Schuh "DON GIL, der betrogene Betrüger" hat das klassische spanisches Volkstheaterstück "Don Gil von den grünen Hosen" als Vorlage. Der Zeitgenosse Shakespeares Tirso de Molina schuf damit eine der schönsten Frauenrollen der Weltliteratur. Donna Juana hat in diesem Stück in diesem Stück wirklich die Hosen an. Dieses Stück voller Wortwitz und Situationskomik ist wie geschaffen für die Tradition der überaus erfolgreichen Klassikerbearbeitungen der theaterachse. Donna Juana reist, als Mann verkleidet, ihrem untreuen Geliebten Ramon nach Madrid nach. Er soll, sich, auf Geheiß seines Vaters, dort als der reiche Erbe Don Gil ausgeben um die ebenfalls reiche Donna Ines zu heiraten. Das muss verhindert werden. So gibt sich die verkleidete Donna Juana ebenfalls als Don Gil aus. Dieser Gil trägt als sein/ ihr Markenzeichen grüne Hosen. Und es geschieht was geschehen muss. Donna Ines verliebt sich in den falschen Gil. Genauso wie deren Freundin Donna Clara. Diese hat aber in Don Alfonso einen eifersüchtigen Verehrer. Der den lästigen Gil beseitigen möchte. Doch welchen von den beiden? So entbrennt unter der heißen Sonne Spaniens ein absurdes Verwirrspiel um Macht, Geld, Eiversucht und Liebe bis schließlich, in einer Vollmondnacht, drei Männer und zwei Frauen, allesamt in grünen Hosen, vor Donna Ines Fenster unfreiwillig aufeinandertreffen… Ein wunderbares, temporeiches Sommertheater mit tiefsinnigen Wortspielen in klassischem Stil der theaterachse.
  • Draußen vor der TürSchauspiel von Wolfgang Borchert. REGIE Mathias Schuh SPIEL Karoline Schragen, Lydia Nassal, Luke Bischof, Rafael SteinerAUSSTATTUNG Rafael WenzelDas Heimkehrerdrama »Draußen vor der Tür« entstand im Spätherbst 1946 und wurde im Februar 1947 zunächst als Hörspiel im Nordwestdeutschen Rundfunk gesendet. Seit seiner Uraufführung in den Hamburger Kammerspielen im November 1947 wird es von fast allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen immer wieder inszeniert. Der Klassiker gehört zur sogenannten Trümmerliteratur, die sich mit der Situation in Deutschland zur »Stunde Null« befassen, der Zeit unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Beckmann kommt nach Hause. Nach drei Jahren. Die Gefangenschaft ist vorbei. Doch alle Türen sind zu. Er steht draußen. Im Dunkeln. Nur der Weg zur Elbe ist hell. Doch Die Elbe will ihn nicht. Spukt ihn an Land. Beckmann strandet wieder und wieder. Wie weitermachen ohne Perspektive: Der Andere sagt: "Bist du so feige, dass du angst hast im Dunkeln, zwischen zwei Laternen? Geh weiter Beckmann. Und der Oberst meint: Du musst erst mal wieder ein Mensch werden! Warum? Die Welt hat sich verändert. Ein Gefühl von Machtlosigkeit und Ausgeliefert seins macht sich breit. Andere bestimmen was gut für uns ist und was nicht. Diversität stirbt- nicht nur in der Tierwelt. Wir sind in einer Welt aufgewacht in der Verordnungen und Ängste unseren Alltag bestimmen. Das mag polarisierend klingen. Alles übertrieben. Es geht uns doch gut. Wir haben überlebt. Aber gibt es den Weg zurück – Beckmann sagt: „Ist dies noch die alte Erde?...Wächst uns kein Fell, kein Raubtiergebiss keine Kralle? Gehen wir noch auf zwei Beinen, Mensch?“ Und: Ich habe das dunkle Gefühl, dass wir uns bei Zeiten um einen neuen Planeten umsehen müssen.“ Können die Türen wieder aufgehen oder bleiben wir draußen. Gibt es eine Schuld. Und wenn ja, wie lebt man damit weiter? Können wir wieder nach Hause in eine solidarische, freie, respektvolle, weitgehend angstfreie Gesellschaft? Viele Fragen. Und Beckmann schreit sie hinaus in eine verunsicherte Welt, die sich selbst genügt in ihrer Inszenierung. Schluss mit Lustig Die theaterachse hat sich u.A. mit ihrem modernen Umgang mit klassischen Komödien einen Namen gemacht. Es ist an der Zeit eine weitere Seite zu zeigen. Wir können auch anders.
  • Arme ArtenStück für Jugendliche ab 12 Jahren von Mathias Schuh VON UND MIT Mathias Schuh DAUER ca. 65 Minuten, keine Pause AUFFÜHRUNGSORTE Die Produktion ist mobil und mit oder ohne Bühne spielbar. Die Spielfläche sollte ca. 2-3m Tiefe und 4m Breite in einem Klassenzimmer, Seminarraum, Bühnenraum, etc. haben.Jonas ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und kannte noch eine ansatzweise intakte Natur. Er erzählt aus seiner Kindheit, von seinen Hühnern und dem Biobauernhof der Eltern, der von konventioneller Landwirtschaft umgeben war. Er erzählt von seiner Schwester und seiner Freundin und er bringt uns das Leben der Maulwürfe, der Bienen und des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings näher. Fasziniert von einem Biotop im Goldfischglas gleitet seine Erzählung dabei schon mal zu den Waldrodungen im Amazonas und zu Politikern, die lauthals „Fake News“ propagieren, ab.  Jonas Jugend war geprägt vom Aufbruch. „Fridays for future“ und viele andere Organisationen bemühten sich um ein Überdenken unserer Lebensweise. Doch bis heute, 2037, ist nicht wirklich viel passiert. Der "point of no return" ist erreicht und was nun auf uns zukommt ist fatal. Die Prognosen seiner Kindheit waren ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um 2 Grad Celsius und des Meeresspiegels um 2 Meter. Wo es möglich war, wurden Dämme gebaut um die Küstenregionen Europas zu schützen. Venedig ist versunken. Doch die gute Nachricht ist: Prognosen stimmen nie. Die schlechte Nachricht: Es kommt manchmal noch schlimmer… Das Klassenzimmerstück „Arme Arten“ wurde 2019 für das Theater an der Rott in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Rottal-Inn geschrieben und in der Regie von Mathias Schuh uraufgeführt. Nach der öffentlichen Präsentation, die PädagogInnen und SchülerInnen begeisterte, waren über 40 Spieltermine binnen weniger Tage ausgebucht. 2020 wurde das Stück auf österreichische Verhältnisse umgeschrieben. Von Mathias Schuh neu inszeniert und selbst gespielt, ist es als mobile Produktion für Klassenzimmer, Schulaula, Seminare und Bühnen buchbar.
  • RECHT.SELBST.SICHERStück für Jugendliche ab 12 Jahren von Mathias Schuh REGIE Mathias Schuh MIT Lydia Nassall, Karoline Schragen und Daniel Pink FACHLICHE BERATUNG UND BEGLEITUNG Mag.a Astrid Egger, KiJA OÖ DAUER ca. 50 Minuten, keine PauseDas Stück zeigt in drei packenden Szenen wie sich junge Menschen für ihre Selbstbestimmung und Gendergerechtigkeit einsetzen. Drei Jugendliche treffen sich in einem Internetforum. Sie beginnen ihre Geschichten zu erzählen und plötzlich wird der virtuelle Raum scheinbar real: Caroline leidet sehr unter ihrem Aussehen, sie findet sich viel zu dick. Durch eine Wette mit ihrer Freundin Kathy gerät sie in den Strudel der Bulimie. Sie selbst nimmt das gar nicht so wahr, aber bei Kathy läuten die Alarmglocken und sie beschließt, etwas zu unternehmen. In der zweiten Geschichte erzählt Julia, wie sie von ihrem Exfreund nach der Trennung im Netz gemobbt wurde und er sie mit verfänglichen Fotos erpresst hat. Die dritte Szene handelt von Janina, die gerade überlegt, wegen ihres Freundes ihre Ausbildung abzubrechen. Ihre FreundInnen raten ihr ab und sie beginnen verschiedene mögliche Konsequenzen durchzuspielen. Was ist, wenn es in ein paar Jahren doch zur Trennung kommt, und sie als Alleinerzieherin keinen Job findet, weil sie keine Ausbildung hat? Im Anschluss an die Aufführungen in Oberösterreich stehen die MitarbeiterInnen der KiJA und die SchauspielerInnen für Fragen und eine Diskussion zur Verfügung.
  • Viel Lärm um NichtsKomödie von William Shakespeare.REGIE Mathias Schuh SPIEL Karoline Schragen, Lydia Nassal; Daniel Pink, Raphael Steiner und Bálint WalterAUSSTATTUNG Rafael Wenzel LIVE-MUSIKER*INNEN Mathias, Sophia und Tamina Schuh Nach gewonnener Schlacht kehren Benedikt und seine Begleiter, der junge Claudio und der verbitterte Don Juan, beim Gouverneur von Messina ein. Prompt verliebt sich Claudio in Hero. Und um das Glück auf die Spitze zu treiben, schmieden sie einen Plan, um auch den erklärten Weiberfeind Benedikt und die ebenso attraktive wie spitzzüngige Beatrice zu verkuppeln. So steuert die Komödie, um eine romantische Liebe und eine streitbare, sich in Wortgefechten annähernde Liebe, auf ein wunderbares Happy End zu. Doch Shakespeare kennt auch die dunkle Seite der menschlichen Seele. So lässt er Don Juan alles unternehmen, um das Glück der beiden Paare zu zerstören. Und beinahe gelingt sein teuflischer Plan. Liebe. Zart und zaghaft für die einen. Ein Schlachtfeld der Wörter und Gefühle für die anderen. Doch ist es Liebe, wird am Ende alles gut. Aber nichts ist ohne Verhängnis und wo der einen Glück ist, keimt der anderen Neid. Und so entfesselt sich ein Streit zwischen Komödie und Tragödie, Harmonie und Zerstörung… Shakespeare in Höchstform. Doch am Ende wird alles gut und ist es noch nicht gut, so ist es nicht das Ende.
  • Frau Hollenach den Brüdern Grimm für alle ab 4 Jahren.
    REGIE Mathias Schuh AUSSTATTUNG Rafaela Wenzel MUSIK Mathias Schuh MIT Karoline Schragen und Lydia Nassall DAUER ca. 50 Min.
    Eine Frau hat zwei Töchter. Eine ist fleißig die andere faul. Doch die Frau liebt nur die Faule, weil sie ihre eigene Tochter ist. Und die Fleißige muss alle Arbeit tun, und eines Tages, wie soll es anders sein, hat die Fleißige einen Arbeitsunfall. Sie stürzt in den Brunnen. Doch siehe da, der Brunnen ist ein Tor in eine andere Welt. Doch dort ist auch nicht alles in Ordnung denn es müssen Brote gerettet und Äpfel geerntet werden. Ein Kinderspiel für die Fleißige. Schließlich kommt sie zu Frau Holle und die sieht wie eine Hexe aus, ist aber tatsächlich sehr nett. Sie nimmt die Fleißige auf, gibt ihr zu essen und bietet ihr einen Job an. Hauswirtschaft mit Schwerpunkt Betten aufschütteln. Das ist besonders wichtig, denn wenn die Federn fliegen, schneit es auf der Welt und irgendwo ist immer Winter. Die Fleißige macht ihre Arbeit gut. Doch obwohl es ihr „unten“ viel besser geht, als bei ihrer Stiefmutter bekommt sie Heimweh und möchte wieder nach Hause. Als sie durch den Brunnen wieder nach Hause fällt, wirft ihr Frau Holle ihren Lohn hinterher: Gold, viel Gold, sehr viel Gold! Zuhause angekommen denkt ihre Stiefmutter nach und kommt zu dem Schluss, dass auch ihre Tochter zu Frau Holle soll, um dort etwas abzustauben. Doch der Plan geht nicht auf, denn wer hätte das gedacht, die Faule ist faul und macht ihre Arbeit nur mangelhaft. Ihr Lohn: Pech, viel Pech, sehr viel Pech und das geht nicht ab. Und wenn sie nicht gestorben sind… Doch es wäre nicht eine Theaterfassung von Mathias Schuh, würde dann nicht doch noch etwas anderes passieren. Man kann sich doch auch ändern und jeder verdient eine zweite Chance -oder doch nicht jeder?